Die Griechen, erst in diesen Rollen-Glauben—einen Artisten-Glauben, wenn man will—eingetreten, machten, wie bekannt, Schritt für Schritt eine wunderliche und nicht in jedem Betracht nachahmenswerte Verwandlung durch: sie wurden wirklich Schauspieler; als solche bezauberten sie, überwanden sie alle Welt und zuletzt selbst die »Weltüberwinderin« (denn der Graeculus histrio hat Rom besiegt, und nicht, wie die Unschuldigen zu sagen pflegen, die griechische Kultur…). Aber was ich fürchte, was man heute schon mit Händen greift, falls man Lust hätte, danach zu greifen, wir modernen Menschen sind ganz schon auf dem gleichen Wege; und jedesmal, wenn der Mensch anfängt zu entdecken, inwiefern er eine Rolle spielt und inwieweit er Schauspieler sein kann, wird er Schauspieler…

The Greeks, who only entered into this belief in roles—an artist belief, if you will—made, as is well known, step by step a strange and not in every respect worthy of imitation transformation: they really became actors; as such they enchanted, conquered all the world and finally even the “world conqueror” (for the Graeculus histrio conquered Rome and not, as the innocent say, Greek culture…). But what I’m afraid of, what you already grasp with your hands today, if you feel like reaching for it, we modern people are already on the same path; and every time a person begins to discover to what extent he plays a role and to what extent he can be an actor, he becomes an actor…